Mike senkte den Blick und begegnete dem Glühen von Astaroths einzigem Auge, das ihn unter dem Tisch hervor fixierte.

»Wie meinst du das?« fragte er laut. Die anderen sahen nur kurz auf und wandten sich dann wieder ihrem Essen oder ihrer Unterhaltung zu. Sie hatten sich längst daran gewöhnt, Zeugen dieser einseitigen Gespräche zwischen Mike und dem Kater zu sein. Und mit Ausnahme Bens, der sich dann und wann eine spitze Bemerkung nicht ganz verkneifen konnte, hatten sie es auch akzeptiert.

Was ich meine, ist, daß du wieder einmal einen typisch menschlichen Fehler begehst, antwortete Astaroth. Du setzt einfach voraus, daß die Dinge so sind, wie du sie sehen willst, statt die Dinge so zu sehen, wie sie sind. »Aha«, sagte Mike. Er war nie ganz sicher, ob er Astaroths manchmal purzelbaumschlagender Kater-Logik immer ganz zu folgen vermochte. »Ich verstehe. «

Nein, das tust du nicht, behauptete Astaroth. Weil ihr Menschen nie etwas versteht. Ihr behauptet nur, alles zu verstehen, und das so hartnäckig, bis ihr es am Ende selbst glaubt. Darin seid ihr allerdings ungeschlagene Meister.

»Komm zur Sache, Astaroth«, sagte Mike. Ihm stand im Moment nicht der Sinn nach Diskussionen mit Astaroth über dieses Thema. Der Kater kannte nämlich kein größeres Vergnügen, als in endlosen Monologen zu erklären, daß eigentlich die Feliden die wahren Herren dieser Welt seien und nicht der Homo sapiens. Und so interessant dieses Thema vielleicht sein mochte dummerweise war Mike der einzige an Bord der NAU-TILUS, der den Kater verstehen konnte. Genau das meine ich, sagte Astaroth, der selbstverständlich auch diesen Gedanken gelesen hatte. Ihr weigert euch einfach, das Offensichtliche zu begreifen, wenn es euch nicht paßt. Nimm nur deine Beobachtung: Du glaubst, eine zehn Meter große Fledermaus gesehen zu haben.



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